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Anleitung zum richtigen Überwintern von Kräutern

Kräuter überwintern leicht gemacht: hier erfahren Sie nützliche Tipps und Tricks wie Sie Ihre geliebten Kräuter richtig durch die kalte Jahreszeit bringen.

Noch verwöhnen uns milde Temperaturen mit fabelhaftem Herbstfeeling, doch der Winter wird kommen und damit die Natur in eine Ruhepause zwingen. Auch die Kräuter im Liebstöckl-Kräutergarten müssen darauf vorbereitet werden, um den Frost unbeschadet zu überstehen. Zum Glück ist das richtige Überwintern von Kräuterpflanzen, abhängig von Sorte und Standort, kein allzu großer Aufwand. Mit Elkes Überwinterungstipps überleben auch Ihre geliebten Pflänzchen die kalte Jahreszeit sicher und behütet:

Welches Kraut soll überwintert werden?

Kräuter zu überwintern ist gar nicht kompliziert – Topfkräuter können leicht transportiert und anspruchsvollere Arten einfach an einen geeigneten Platz verstellt werden. Frostanfällige Kräuter, die in einem Beet oder großen Topf draußen bleiben, müssen mit geeignetem Winterschutz präpariert werden (dazu gleich mehr). So muss keine Pflanze – die nicht aufgrund ihres Wachstumszyklus eh eingehen würde – unnötiges Leid erfahren und Sie haben auch in den kalten Monaten frische Würze zur Hand. Ein wenig komplexer als einfach alle Kräuter ins Wohnzimmer zu stellen ist das Ganze allerdings doch.

Wie erwähnt spielen Art, Herkunft und vorausgesetzte Langlebigkeit der Pflanze eine Rolle. Einjährige Kräuter wie Dill oder Majoran sterben zwar so oder so ab, bilden aber Samen, aus denen man später neue Pflanzen ziehen kann, die ihr Erbe weiterführen. Bei mehrjährigen Topfkräutern ist Vorsicht geboten. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Lavendel und Salbei sind zwar theoretisch winterhart, allerdings bezieht sich das auf die frostfreien, milden Winter im Mittelmeerraum und gilt nur bedingt für unsere Breiten.

Die gute Nachricht: Das richtige Einpacken für die Überwinterung ist mit wenig Aufwand und Material zu bewerkstelligen, und mit unserer Anleitung in wenigen Minuten erledigt. Auch andere Pflanzen wie Winter-Bohnenkraut, Ysop oder Oregano profitieren von dieser Methode:

 

Topfpflanzen draußen überwintern in 6 einfachen Schritten

1.     Auch hier entscheidet die Größe der Pflanzen über das Vorgehen. Bei größeren Töpfen umwickeln Sie sie einzeln mit Noppenfolie und stellen Sie auf eine Styropor- oder dicke Holzplatte. Für viele kleinere Töpfe besorgen Sie sich eine Holzkiste, Stroh, Herbstlaub, eine Schilfrohrmatte und ein Seil und lesen Sie weiter.

2.     Stellen Sie die kleinen Töpfe mit ein paar Fingerbreit Abstand in die Kiste und stopfen Sie die Zwischenräume gut mit Stroh aus. Auch auf den Ansatz der Stängel und das Substrat können Sie mit ein wenig Füllmaterial bestreuen.

3.     Legen Sie eine Styroporplatte, Holzbretter oder spezielle Tonfüßchen unter die Kiste. Direkter Kontakt zum Boden würde bei Frost die Kälte zu den Wurzeln leiten und diese beschädigen.

4.     Umwickeln Sie die Kiste mit dem Schilfrohr oder einer Matte aus Kokosfasern. Das isoliert zusätzlich, schützt vor starkem Wind und macht zudem je nach verwendetem Material auch optisch etwas her.

5.     Nun die Matte mit dem Seil fixieren, damit sie nicht verrutscht oder vom Wind umgeblasen wird.

6.     Alles mit einer lockeren Schicht Herbstlaub bedecken. Auf keinen Fall mit Folie abdecken! Das ist zwar gut gemeint, staut aber Feuchtigkeit und lässt die Kräuter faulen!

Haben Sie Ihre Kiste fertig präpariert, stellen Sie sie an einem wind- und regengeschützten Platz auf. Zuviel Nässe schädigt die Pflanzen mehr als es der Frost könnte, also die Töpfe den Winter über nur leicht feucht halten.

Tipp: Empfindlichere Kräuter wie Rosmarin, Lavendel oder Lorbeer sollten zwar wie in dieser Anleitung verpackt, aber im Haus aufbewahrt werden. Ein kühler, heller Ort bei Temperaturen zwischen null und zehn Grad, z.B. ein offenes Treppenhaus oder ein nicht beheizter Wintergarten sind hier ideal.

 

Beetkräuter überwintern

Mit Kräutern, die ein fixes Beet bewohnen, verhält es sich noch einmal anders als mit ihren Verwandten im Topf. Viele Gartenkräuter sind als große Stauden im Beet von Haus aus winterhart und benötigen nur eine „Decke“ aus lockerem Herbstlaub und evtl. Tannen- oder Fichtenzweigen. Hier gilt, vor allem für mediterrane Kräuter allerdings, dass unsere Winter nicht so sehr zu kalt, sondern vielmehr zu nass werden könnten. Hier bietet es sich an, bereits beim Pflanzen daran zu denken und z.B. Rosmarin oder Thymian einen erhöhten Platz gibt, wo Regen- und Schmelzwasser sofort abfließen können.

Haben Sie trotz allem (wegen spezieller lokaler Wettereigenschaften) keine so guten Erfahrungen mit dem Überwintern im Beet gemacht, nicht verzweifeln! Sie können Lavendel, Thymian, Rosmarin und z.B. auch Zitronenverbene im Herbst in große, geräumige Tontöpfe mit weiten Wasserabflusslöchern umpflanzen und in einer mit Holz- oder Schafwolle, Stroh und/oder Laub ausgestopften Kiste versenken. Die hervorschauenden Pflanzenteile werden mit Wintervlies aus dem Gartenmarkt (Gewicht über 90g) abgedeckt und das ganze sonnen- und witterungsgeschützt verstaut, an einer schattigen Hauswand zum Beispiel, und hie und da befeuchtet. Fallen die Temperaturen unter fünf Grad oder macht sich regelmäßiger Morgenfrost bemerkbar, kommen die Kisten in die Garage oder in den Keller. Ab Anfang/Mitte März dürfen die Pflanzen dann wieder aus ihrer Winterkleidung und zurück ins Beet.

Abschließender Tipp: Die meisten Minzenarten vertragen übrigens locker Temperaturen bis -40 Grad. An diesem Punkt müssen Sie sich dann mehr Sorgen um die eigene Winterhärte als um die Ihrer Pflanzen machen ;)

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