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Michaels Küchengeheimnisse: Die Heilkraft der Zirbenasche - so wird sie gemacht

Haben Sie schon einmal von der Zirbenasche gehört? Dieses alte und außergewöhnliche Heilmittel reinigt innerlich und hilft bei allerlei Beschwerden. Hier finden Sie das Rezept - versuchen Sie es selbst und lassen Sie sich überzeugen!

Beim Wort „Kräuter“ denkt ein jeder, zu Recht, an kleine, krautige Pflanzen, an Blumen, Gräser und Sträucher. Doch Geschmack und Heilwirkung der Natur beschränkt sich bei weitem nicht nur auf diese Gewächse. Auch die Bäume, die in dichten, wildromantischen Wäldern das Zillertal rund um unser Kräuterrestaurant in Kaltenbach säumen, haben einige wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten, die Kulinarisches verfeinern und/oder Beschwerden und Wehwehchen heilen können.

Der wohl bekannteste Vertreter dieser Bäume mit Heilwirkung ist und bleibt eine alpine Unterart der Kieferngewächse: Die Zirbe. Schon seit dem Altertum ist die entspannende, beruhigende Wirkung des Zirbenholzes hinlänglich bekannt. Zirbentäfelung in Wohn- und Schlafräumen; Zirbenholz als Material für Betten, Möbel und Kinderwiegen; ein Zirbenstock im Wasser um es zu reinigen und zu beleben; das ätherische Öl der Zirbelkiefer als Einschlafhilfe auf dem Kopfkissen… Die Anwendungsmöglichkeiten waren und sind vielfältig. Die Wissenschaft hat inzwischen auch herausgefunden warum: Die Zirbe senkt die Herzfrequenz und den Ruhepuls, befreit die Atemwege und reinigt die Luft, sorgt für tieferen und erholsameren Schlaf und bekämpft Ängste und Stress. Auch im Kräuterhotel Hochzillertal, in dem Sie das Liebstöckl finden, können Sie die Kraft der Zirbe und ihre ausgleichende Wirkung auf Atmung und Schlafqualität erfahren.

 

Die Zirbenasche

Heute soll es jedoch um einen weniger bekannten Aspekt der Zirben-Heilkraft gehen. Wirkt sie sonst nur äußerlich, kann sie in Form der Zirbenasche auch innerlich reinigen und vielerlei Beschwerden besänftigen. Auf den ersten Blick widerstrebt es Ihnen jetzt vielleicht, Asche zu essen, doch keine Angst, die benötigten Mengen für die fabelhafte Wirkung sind äußerst gering und sie müssen Sie nicht löffelweise genießen.

Was aber auch nicht so schlimm wäre, denn der Nachgeschmack ist übrigens äußerst interessant – wird die enthaltene Zirbe doch von einer Menge an anderen Kräutern und Gewürzen begleitet. Dies sollte man aber auch aus anderen Gründen sein lassen, denn Achtung: Wie bei jedem Wildkräuterpräparat macht auch hier die Dosis das Gift. Eine Prise Zirbenasche hie und da ist nicht schädlich, sondern ein verlässliches, gutes Hausmittel. Sie regt die Verdauung an und stärkt und reinigt den Darm zuverlässig. Übertreiben sollten Sie es aber zur Sicherheit nicht.

 

Rezept für zuhause: Die Zirbenasche

 

Zutaten:

500g  Zirbenäste und Nadeln, etwas zerkleinert

1 EL    Bergsalz

40 ml Inländer Rum (40%)

2         Wacholderbeeren

8         Pfefferkörner

1 EL    Fenchelsamen

1 TL    gemahlener Kurkuma

1 TL    Bio-Blütenpollen

1 Msp.  gemahlener Ingwer

1 TL    Kümmel

1 TL    getrockneter Thymian

1 TL    getrockneter Rosmarin

5 g      braune Butter

 

Zubereitung:

Die Zirbennadeln und -zweige im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft etwa 40 Minuten lang gut durchrösten. Danach in einen großen Topf oder anderes feuerfestes Behältnis geben, mit dem Bergsalz bestreuen und mit dem Rum beträufeln. Nun mit dem Topf ins Freie gehen, gut anzünden und komplett verbrennen lassen, bis die Flamme von allein erlischt.

Inzwischen die restlichen Gewürze und Kräuter in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten, bis die Wacholderbeeren schön glänzen, um die enthaltenen ätherischen Öle freizusetzen. Die nun verbrannten Zirbenzweige und Asche zusammen mit den noch warmen Gewürzen und der braunen Butter im Mixer sehr fein pürieren. Dann alles auf ein Backpapier sieben und in einen luft- und lichtdichten Behälter umfüllen.

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