Kräuteröle & aromatisierter Essig: gutes Gelingen durch Elke
Gastgeberin Elke empfiehlt Ihnen die perfekten Kräuter zu Essig und Öl. Tipps und Tricks zum Verarbeiten und was man lieber nicht machen sollte.
Die Kräuter in die Flasche bringen - aber wie und vor allem welche?
Im Sommer ist die Natur voll von Aromen, die man einfangen möchte. Eine der schönsten Arten, das zu tun, ist das Aromatisieren von Essig und Öl mit frischen Kräutern. Ob für die Küche, als kleines Mitbringsel oder zur eigenen Freude: Kräuteröle und -essige sind nicht nur hübsch, sondern auch unglaublich vielseitig. Doch nicht alles, was gut riecht, eignet sich auch für die Flasche. Hier erfahren Sie, was gut gelingt und wovon man lieber die Finger lässt.
HOCHgenuss zum Selbstmachen
Leichte Öle wie kaltgepresstes Sonnenblumenöl oder Rapsöl eignen sich besonders gut, für einen intensiveren Geschmack empfehlen wir kaltgepresstes Olivenöl. Bei uns werden ausschließlich Fandler Bio-Öle aus der Steiermark verwendet, welche direkt und unmittelbar von ihrer Herkunft inspirieren und mit ihrem individuellen Charakter zum Probieren einladen.
Die mediterranen Klassiker wie Rosmarin, Thymian, Oregano enthalten ätherische Öle, die sich wunderbar in Öl als auch Essig lösen, ihr Aroma gut abgeben und sich durch den natürlichen Gehalt oft selbst konservieren. Tipp: Für ein besonders intensives Aroma die Kräuter vorher leicht antrocknen lassen. Beliebt bei Kräuterölen sind Knoblauch, Chili und Pfefferkörner für eine würzige, scharfe Note. Ideal für Pasta, Pizza oder herzhafte Marinaden. Feine, frische Kräuter wie Zitronenmelisse und Minze passen hervorragend zu Fruchtessigen oder hellen Weinessigen. Perfekt für sommerliche Salatdressings.
Gundermann, Schafgarbe, Quendel und Engelwurz sind gut verträgliche Wildkräuter, die vor allem in Kombination mit Apfelessig spannende Aromen entwickeln. Blüten wie Lavendel, Ringelblume, Borretsch und Holunderblüte geben nicht nur Farbe, sondern auch eine feine Duftnote ab. Besonders dekorativ in klaren Flaschen als Geschenk für die Liebsten. Erfrischend, fein und als idealer Begleiter eignet sich Zitronenverbene in Apfelessig für sommerliche Salate mit Beeren oder Ziegenkäse. Einfach ein paar Zweige in hellen Bio-Apfelessig legen, für 2 Wochen ziehen lassen und fertig.
Hier ist Vorsicht geboten
Frische, wasserhaltige Kräuter wie Basilikum oder Petersilie sehen zwar schön aus im Öl, bergen aber die Gefahr von Bakterien, wenn die Kräuter nicht vollständig getrocknet sind. Bei falscher Lagerung und vor allem ohne vorherige Erhitzung können Zwiebeln oder frischer Knoblauch in Öl gefährlich werden. Tipp: Knoblauch im Ofen trocknen und anschließend in Öl einlegen. Feine und frische Blätter wie Basilikum oder Dill werden in Öl schnell braun und sehen nicht mehr appetitlich aus, weshalb sie sich eher für Pesto eignen.
Waschen und trocknen Sie die Kräuter, am besten sogar einen Tag anwelken lassen. Verwenden Sie saubere, sterilisierte Flaschen und lagern Sie vor allem das Öl dunkel und kühl, Essig ist unempfindlicher. Nach ca. 2–3 Wochen können Sie Ihr selbstgemachtes Stück HOCHgenuss abseihen, damit die Kräuter nicht ranzig werden. Vergessen Sie nicht, die Flaschen mit Erntedatum und Zutaten zu beschriften.
Nicht nur pikante Gerichte profitieren von Kräuter- und Aromaölen, auch Desserts lassen sich wunderbar verfeinern. Süße Öle mit Fruchtansatz sind ein echter Geheimtipp!
Besonders gut eignen sich dafür zart-süße Marillen mit einer feinen Fruchtnote, herrlich zu Vanilleeis oder Topfencreme. Zwetschgen mit ihrer leicht herben Süße passen perfekt zu Schokoladendesserts oder hausgemachten Lavendelschmarrn.
Dazu einfach entsteinte Früchte in ein leicht erwärmtes, neutrales Öl (z. B. mildes Mandel- oder Sonnenblumenöl) geben, ziehen lassen, dann abseihen. Als spezielles Extra können Sie es mit einem Hauch Zimt, Vanille oder Zitronenzeste verfeinern.
Elkes Herbsttipp: Zwetschgenöl mit Rosmarin und etwas Zillertaler Waldhonig, ein Traum über Ofenkürbis oder Birnenkompott!




