Winterkräuter-Risotto mit geröstetem Kürbis und Walnüssen
Ein Rezept perfekt für den März – wenn die Winterkräuter noch ihr volles Aroma haben und der Frühling schon sanft anklopft.
Ein Spiel aus winterlicher Tiefe und frischer Leichtigkeit
Winterkräuter wie Rosmarin oder Thymian schmecken oft kräftiger als Kräuter aus der warmen Jahreszeit. Sie sind an Kälte gewöhnt, kommen mit wenig Licht aus und halten sogar Frost stand. Ihre ätherischen Öle sorgen dafür, dass ihr Aroma auch im Winter intensiv bleibt.
In der Küche passen sie besonders gut zu herzhaften Gerichten. Ihr Geschmack ist meist würzig, leicht erdig oder manchmal auch etwas herb – genau das, was gut zu Wintergemüse, Ofengerichten oder wärmenden Suppen passt. Gerade im März haben Winterkräuter ihren besonderen Moment: Sie sind noch da, während die ersten frischen Frühlingskräuter langsam auftauchen. So entstehen Gerichte, die noch etwas Winter in sich tragen, aber schon einen Hauch Frühling mitbringen.
Zutaten für Winterkräuter-Risotto
- 300 g Risotto-Reis (z. B. Arborio oder Carnaroli)
- 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (oder Butternut-Kürbis), gewürfelt
- 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Bund frischer Thymian
- 1 Zweig Rosmarin
- 1 TL getrockneter Majoran (optional)
- 750 ml Gemüsebrühe
- 100 ml trockener Weißwein
- 2 EL Olivenöl
- 50 g Butter
- 50 g Walnüsse, grob gehackt
- 50 g Parmesan, frisch gerieben (zusätzlich etwas zum Servieren)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Ein Spritzer Balsamico-Essig oder Ahornsirup für die Süße (optional)
Den Kürbis rösten
Heizen Sie den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vor. Schälen Sie den Kürbis und schneiden Sie ihn in kleine Würfel – bei einem Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden. Legen Sie die Würfel auf ein Backblech und vermengen Sie sie mit 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Rösten Sie den Kürbis anschließend etwa 25–30 Minuten, bis er weich und leicht karamellisiert ist.
Michaels Tipp: Wer mag, kann den Kürbis auch mit einem Spritzer Balsamico-Essig oder Ahornsirup beträufeln, um eine zusätzliche Süße hinzuzufügen.
Während der Kürbis im Ofen ist, braten Sie die Zwiebel und den Knoblauch in einem großen Topf mit dem restlichen Olivenöl bei mittlerer Hitze an, bis sie weich und glasig sind. Geben Sie anschließend den Risottoreis dazu und lassen Sie ihn unter Rühren 1-2 Minuten anrösten, bis er auch glasig wird.
Löschen Sie den Reis mit Weißwein ab und lassen Sie ihn einkochen. Danach geben Sie nach und nach die warme Gemüsebrühe hinzu – immer nur so viel, dass der Reis eben mit Flüssigkeit bedeckt ist. Unter ständigem Rühren wiederholen Sie den Vorgang, bis der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen hat und cremig und al dente ist – ca. 18-20 Minuten.
Winterkräuter hinzufügen
Gegen Ende der Kochzeit sind nun die Winterkräuter an der Reihe: Fügen Sie den frischen Thymian, den Rosmarinzweig sowie den getrockneten Majoran hinzu. Den Rosmarin empfiehlt es sich als ganzen Zweig hinzuzufügen, damit dieser im Anschluss wieder entfernt werden kann. In einer kleinen Pfanne rösten Sie die Walnüsse ohne Öl bei mittlerer Hitze an, bis sie duften und leicht gebräunt sind.
Verfeinern und servieren
Sobald der Reis fertig ist, rühren Sie Butter und Parmesan ein. Schmecken Sie das Risotto mit Salz und Pfeffer ab und entfernen Sie den Rosmarinzweig. Anschließend können Sie das Winterkräuter-Risotto auf den Tellern anrichten, die gerösteten Kürbiswürfel darauf verteilen und mit den gerösteten Walnüssen garnieren. Nach Belieben können Sie das Gericht mit etwas zusätzlichem Parmesan und einem Spritzer Balsamico verfeinern.
Michaels Tipp: Für mehr Frische eignet sich etwas Zitronenschale oder -saft.
Ein Risotto zwischen Winter und Frühling
Thymian, Rosmarin und Majoran passen perfekt zu den erdigen Aromen des Kürbisses und schaffen eine harmonische Balance zwischen der natürlichen Süße des Gemüses und der herzhaften Cremigkeit des Risottos. Diese Kräuter sind im Winter besonders aromatisch und verleihen dem Risotto Tiefe und ein wärmendes, beruhigendes Gefühl, während der geröstete Kürbis das Gericht mit einer frühlingshaften Leichtigkeit versieht.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!





